Glossar

Bei den Messpunkten wird neben der Definition des jeweiligen Messpunktes auch beispielhaft angegeben, in welchen Normen Maßangaben zu finden sind (Normenbezug).

Akromiale

Akromiale beschreibt den am weitesten seitlich vorragenden Punkt der Schulterhöhe des Schulterblattes, ein skelettärer Messpunkt, der bei locker hängendem Arm, am rückseitigen Oberarmansatz als Schulterfortsatz ertastet werden kann. Biakromial bezeichnet sowohl das rechte und linke Akromion.

Normenbezug:

Dieser Messpunkt ist Definitionsbestandteil der biakromialen Schulterbreite, mit Maßen angegeben in den Normen DIN 33402-2:2005-12, DIN EN ISO 14738:2009-07, DIN EN ISO 11064-3:2000-09, DIN 5566-1:2006-09 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als der geradlinige Abstand zwischen den beiden Akromien.

Akromion

Akromion beschreibt den am weitesten seitlich vorragenden Punkt der Schulterhöhe des Schulterblattes, ein skelettärer Messpunkt, der bei locker hängendem Arm, am rückseitigen Oberarmansatz als Schulterfortsatz ertastet werden kann. Biakromial bezeichnet sowohl das rechte und linke Akromion.

Normenbezug:
Dieser Messpunkt ist Definitionsbestandteil der biakromialen Schulterbreite, mit Maßen angegeben in den Normen DIN 33402-2:2005-12, DIN EN ISO 14738:2009-07, DIN EN ISO 11064-3:2000-09, DIN 5566-1:2006-09 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als der geradlinige Abstand zwischen den beiden Akromien.

Anthropometrie

Untersuchung und Messung der physischen Maße und der Masse des menschlichen Körpers und seiner (äußeren) Teile.

anthropometrische Daten

Anthropometrische Daten sind Maße (wie z. B. Höhen-, Längen-, Tiefen-, Breiten- und Umfangsmaße) des menschlichen Körpers und seiner Teile.

anthropometrische Datenbank

Erfassung von einzelnen Körpermaßen (anthropometrische Daten) und von Hintergrundangaben (demogra­phische Daten) einer Gruppe von Menschen (Stichprobe) in Form einer Aufzeichnung.

arithmetisches Mittel

Das arithmetische Mittel oder auch Mittelwert ist der Quotient aus der Summe aller Einzel­beobachtungen und der Gesamtzahl der Beobachtungen. Er gibt den durchschnittlichen Wert aller Einzelwerte für eine Variable an.

Bevölkerungsgruppe

Gruppe von Menschen, die eine oder mehrere gemeinsame Eigenschaft(en) aufweisen, die ihre anthropo­metri­schen Verteilungen beeinflussen.

biakromial

Die Vorsilbe bi weist auf einen paarigen Zusammenhang hin, vergleiche Akromiale.

bideltoidal

Die Vorsilbe bi weist auf einen paarigen Zusammenhang hin, vergleiche Deltoidale.

Body-Scan

Body-Scan bezeichnet eine indirekte dreidimensionale Messung der Körperoberfläche.

Cervicale

Cervicale beschreibt den am weitesten nach hinten vorspringenden Punkt der Dornfortsatzspitze des 7. Halswirbels, ein skelettärer Messpunkt, der im Nacken­bereich die Haut zumeist deutlich hervorwölbt.

Normenbezug:
Dieser Messpunkt ist Definitionsbestandteil der Cervikalhöhe sitzend (Rumpflänge), ausschließlich mit Definition angegeben in DIN EN ISO 7250-1:2010-06 und ISO 20685:2010 ( E ), als der vertikale Abstand von der Sitzfläche zur Dornfortsatzspitze des 7. Halswirbels.

Deltoidale

Deltoidale beschreibt den am weitesten seitlich vor gewölbten Punkt, der die seitliche Kontur formenden Deltamuskeln, ein Weichteilmesspunkt, der bei locker hängendem Arm als eine Wölbung in der seitlichen Schulterkontur erscheint. Bideltoidal bezeichnet sowohl das rechte als auch das linke Deltoidale.

Normenbezug:
Dieser Messpunkt ist Definitionsbestandteil der bideltoidalen Schulterbreite, mit Maßen angegeben in DIN 33402-2:2005-12, DIN EN ISO 3411:2007-11, DIN EN ISO 11064-3:2000-09 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als geradliniger Abstand über die am stärksten hervorragenden Weichteile des rechten und des linken Deltamuskels am Oberarm.

Demographische Daten

Demographische Daten sind Hintergrundangaben (wie z. B. Geschlecht, Wohnsitz oder Arbeitsstätte, Tätigkeit/Beruf und Bildungsstand), die verwendet werden, um Mitglieder der Nutzer-Bevölkerung und/oder Bevölkerungsgruppen zu beschreiben.

Dimensionsmaße

Dimensionsmaße sind Körpermaße, die sich direkt aus einem gemessenen Wert (Abstand zwischen 2 Messpunkten, Umfang eines Körperteils) ergeben.

direkte Maße

Direkte Maße sind zumeist Distanzmaße die eine tatsächliche geradlinige Entfernung zwischen zwei Messpunkten oder die kürzeste Entfernung zwischen einem Messpunkt und der Standfläche angeben.

distal

vom Körperzentrum weg, körperfern

dorsal

zum Rücken hin, rückseitig

errechnete Maße

Errechnete Maße sind Maße die durch Subtraktion oder Addition anderer Maße errechnet werden. Um Maße eines Probanden ergänzend zu errechnen, ist eine unveränderte Körperhaltung während der Messung sehr wichtig.

fibular

zur Kleinzehenseite (zur Fibular) hin

Frontalebene

Körperebene die durch die Vertikal- und Transversalachse bestimmt wird.

funktionelle Maße

Funktionelle Maße erfassen Körperteile in ihrer Funktion, während diese in Relation zur körpernahen Um­welt stehen und den damit vorgegebenen Bedingungen dieser Um­welt.

Funktionsmaße

Funktionsmaße erfassen Körperteile in ihrer Funktion, während diese in Relation zur körpernahen Um­welt stehen und den damit vorgegebenen Bedingungen dieser Um­welt.

Glabella

Glabella beschreibt den in der mittleren Gesichtsebene am weitesten hervorspringenden Punkt der im unteren Teil der Stirn gelegenen Erhebung zwischen den härenen Augenbrauen, ein skelettäres Maß.

Normenbezug:
Dieser Messpunkt ist Definitionsbestandteil der Kopflänge, mit Maßen angegeben in DIN 33402-2:2005-12, DIN EN ISO 3411:2007-11 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als der geradlinige Abstand der Glabella von dem am weitesten hervor­tretenden Punkt des Hinterkopfes. Zudem ist der Messpunkt Definitions­bestandteil des sagittalen Kopfbogens, mit Maßen angegeben in DIN 33402-2:2005-12, als der Bogen von der Glabella über den Hirnschädel bis zum Inion.

Gnathion

Gnathion beschreibt den am weitesten nach unten vorragenden Punkt des Unter­­kiefers in der mittleren Ebene; ein skelettärer Messpunkt, der sich am Unterrand des Unterkiefers ertasten lässt. In der Kieferorthopädie ist der Begriff Menton üblich, in anthropometrischen Fach­büchern wird zumeist der Begriff Gnathion verwendet.

Normenbezug: 
Der Messpunkt ist Definitionsbestandteil der morphologischen Gesichtshöhe, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, als der Abstand zwischen Nasion und Gnathion.

Horizontalebene

Körperebene, die durch die Sagittal- und Transversalachse bestimmt wird

Inion

Inion beschreibt den am Hinterhaupt nach hinten unten hervorragenden Fortsatz am Hinterhauptsbein, ein skelettärer Messpunkt, der bei geringem Relief des Hinterhauptsbeins, wie zumeist bei Frauen und Kindern nicht genügend ertastet werden kann.

Normenbezug:
Der Messpunkt ist Definitionsbestandteil des sagittalen Kopfbogens, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, als der Bogen von der Glabella über den Hirnschädel.

kaudal

zum Rumpfende (eigentlich zum Schwanz) hin

kranial

zum Schädel hin

lateral

von der Mediansagittalen weg, seitlich

Maß

Ein Maß (anthropometrisch) ist eine gemessene Distanz zwischen zwei Messpunkten, die den Körperbau des Menschen beschreiben.

medial

zur Mediansagittalen hin, mittel

Mediansagittalebene

Die Mediansagittalebene ist die mittlere Sagittalebene, die den Körper in zwei spiegelbildliche Hälften teilt.

Menton

Menton beschreibt den am weitesten nach unten vorragenden Punkt des Unterkiefers in der mittleren Ebene; ein skelettärer Messpunkt, der sich am Unterrand des Unterkiefers ertasten lässt. In der Kieferorthopädie ist der Begriff Menton üblich, in anthropometrischen Fach­büchern wird zumeist der Begriff Gnathion verwendet.­

Normenbezug:
Der Messpunkt ist Definitionsbestandteil der morphologischen Gesichtshöhe, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, als der Abstand zwischen Nasion und Menton.

Mesosternale

Mesosternale beschreibt einen Punkt der vorderen Brust in Höhe der vierten Rippe; ein skelettärer Messpunkt, der sich ungefähr in der Mitte des Brustbeins befindet. Bei Kindern und Männern liegt das Mesosternale zumeist geringfügig höher als die Ver­bindungslinie der beiden Brustwarzen.

Normenbezug:
Der Messpunkt ist Definitionsbestandteil der Brust(korb)tiefe, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, DIN EN ISO 3411:2007-11 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als die Tiefe des Rumpfes in der mittleren Ebene in Höhe des Mesosternale. Zudem ist der Messpunkt Definitionsbestandteil der Brust(korb)breite, ausschließlich als Definition angegeben in der DIN EN ISO 7250-1:2010-06 und der ISO 20685:2010 ( E ), als die Breite des Rumpfes in Höhe des Mesosternale.

Messpunkt

Messpunkte (anthropometrisch) sind anatomisch definierte Punkte am menschlichen Körper, die der Begrenzung einer Messstrecke dienen. Man unterscheidet zwischen skelettären Messpunkten, die sich aus der knöchernen Grundlage her definieren und Messpunkten, die sich aus äußeren Weichteilbildungen definieren.

Messstrecke

Eine Messstrecke ist eine gemessene Distanz zwischen zwei Messpunkten, die den Körperbau des Menschen beschreiben.

Metacarpale

Metacarpale beschreibt die am weitesten seitlich hervorragenden Punkte der körperfernen Mittelhandknochen, skelettäre Messpunkte, die sich in Höhe der Fingergrundgelenke befinden. Man unterscheidet das Metacarpale radiale auf Höhe des Zeigefingergrundgelenks und das Metacarpale ulnare auf Höhe des Kleinfingergrundgelenks.

Normenbezug:
Beide Messpunkte sind Definitionsbestandteil der Handbreite in Höhe der Metacarpale, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, DIN EN 547-3:2009-01, DIN EN ISO 3411:2007-11 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als geradliniger Abstand des Metacarpale radiale vom Metacarpale ulnare auf der Höhe der Metacarpalköpfe von Zeigefinger bis Kleinfinger.

Mittelwert

Der Mittelwert, oder auch arithmetisches Mittel, ist der Quotient aus der Summe aller Einzel­beobachtungen und der Gesamtzahl der Beobachtungen. Er gibt den durchschnittlichen Wert aller Einzelwerte für eine Variable an.

Nasion

Nasion beschreibt den mittleren Schnittpunkt (die Schädelnaht) des Stirnbeins mit dem Nasenbein, ein skelettärer Messpunkt, der sich ausschließlich ertasten lässt. Das Nasion darf nicht verwechselt werden mit dem Sellion, ein Messpunkt der den tiefsten Einzug im Bereich der Nasenwurzel beschreibt, das Sellion liegt zumeist einige mm unterhalb des Nasions.

Normenbezug:
Der Messpunkt ist Definitionsbestandteil der morphologischen Gesichtshöhe, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, als der Abstand zwischen Nasion und Menton.

Nutzer-Bevölkerung

Bevölkerungsgruppe oder -gruppen, für die eine technische Gestaltung vorgesehen ist bzw. wird, wobei jede mit einer festgelegten Anzahl von zufällig ausgewählten Einzelpersonen zur Stichprobe beiträgt.

Nutzerpopulation

Bevölkerungsgruppe oder -gruppen, für die eine technische Gestaltung vorgesehen ist bzw. wird, wobei jede mit einer festgelegten Anzahl von zufällig ausgewählten Einzelpersonen zur Stichprobe beiträgt.

Ohr-Augen-Ebene

Ohr-Augen-Ebene, auch Frankfurter Horizontale genannt, eine Standardausrichtung des Kopfes oder Schädels während einer Messung. Das Tragion und der tiefste Punkt des Orbitale be­­finden sich in der horizontalen Ebene.

Orbitale

Orbitale beschreibt den tiefsten Punkt des Augenhöhlenrandes, ein knöcherner Messpunkt, der für die Kopfstandardisierung in der Ohr-Augen-Ebene benötigt wird.

Normenbezug:
Der Messpunkt wird in Normen nicht für ein Maß verwendet. Ist aber Bezugspunkt für die Standardmessposition der Ohr-Augen-Ebene (Frankfurter Horizontale), die in DIN EN ISO 7250-1:2010-06 angegeben ist.

Perzentil

Perzentile oder auch Quantile sind Prozentangaben. Sie gliedern die Anzahl der untersuchten Personen in Maßklassen womit sich ein bestimmter Prozentanteil dieser Personen umschließen lässt. Der Bereich zwischen dem 5. und 95. Perzentil umschließt bei­spiels­weise 90 % der Bevölkerung.

Population

Gruppe von Menschen, die eine oder mehrere gemeinsame Eigenschaft(en) aufweisen, die ihre anthropo­metri­schen Verteilungen beeinflussen.

Projektivische Maße

Projektivische Maße beschreiben die rechtwinklige Projektion einer Strecke auf eine definierte Ebene; das projektivische Maß bleibt hinter dem direkten Maß zurück, wenn sich die Messpunkte nicht in derselben Ebene befinden.

Proportionsmaße

Proportionsmaße sind Körpermaße, die Aussagen zu dem Verhältnis von 2 Körpermaßen zueinander treffen. Die Angabe erfolgt meist in Form eines Index (z.B. Beinlänge in % der Körperhöhe).

proximal

zum Körperzentrum hin, körpernah

radial

zur Daumenseite (zum Radius) hin

sagittal

Körperachse rechtwinklig zur Vertikalachse von vorn nach hinten.

Sagittalebene

Körperebene die durch die Vertikal- und Sagittalachse bestimmt wird.

säkulare Akzeleration

Aufgrund verbesserter Wachstumsbedingungen (bessere Ernährung, besserer Gesundheitssituation usw.) weltweit beobachteter Trend, der einerseits zu einer schnelleren Entwicklung der Kinder führt. Andererseits ändern sich die Körpermaße und Proportionen. Die Menschen werden größer (vor allem bekommen sie längere Beine und Arme). Die maximal möglichen Längenmaße werden erreicht, verstärkt wird eine Zunahme von Umfangsmaßen etc. beobachtet. Der Trend ist prinzipiell reversibel.

säkularer Trend

Aufgrund verbesserter Wachstumsbedingungen (bessere Ernährung, besserer Gesundheitssituation usw.) weltweit beobachteter Trend, der einerseits zu einer schnelleren Entwicklung der Kinder führt. Andererseits ändern sich die Körpermaße und Proportionen. Die Menschen werden größer (vor allem bekommen sie längere Beine und Arme). Die maximal möglichen Längenmaße werden erreicht, verstärkt wird eine Zunahme von Umfangsmaßen etc. beobachtet. Der Trend ist prinzipiell reversibel.

skelettäre Maße

Körpermaße, die sich bei der Definition der Messmethode an der Lage eines Knochenpunktes orientieren oder einen solchen einbeziehen, z.B. bei der Schulterhöhe das Akromion, bei der Kopfbreite die beiden seitlich am weitesten hervortretenden Knochenpunkte oberhalb der Ohren.

skelettbasierten Maße

Körpermaße, die sich bei der Definition der Messmethode an der Lage eines Knochenpunktes orientieren oder einen solchen einbeziehen, z.B. bei der Schulterhöhe das Akromion, bei der Kopfbreite die beiden seitlich am weitesten hervortretenden Knochen- punkte oberhalb der Ohren.

Somatometrie

Somatometrie bezeichnet die direkte Messung am lebenden Menschen.

Spina iliaca anterior superior

Spina iliaca anterior superior beschreibt den tiefsten Punkt des vorderen oberen Darmbeinstachels, ein skelettärer Messpunkt, der in Vorderansicht bei sehr schlanken Menschen als Hauterhebung am Becken hervortritt.

Normenbezug:
Der Messpunkt ist Definitionsbestandteil der Spina-illiaca Höhe (Darmbeinstachelhöhe), ausschließlich mit Definition angegeben in der DIN EN ISO 7250-1:2010-06 und ISO 20685:2010 ( E ), als der vertikale Abstand von der Standfläche zum vorderen oberen Darmbeinpunkt.

Standardabweichung

Die Standardabweichung ist ein Häufigkeitsmittel, das die Streuung der Einzelwerte um den Mittelwert beschreibt.

Stylion radiale

Das Stylion radiale beschreibt die beiden körperfernsten Punkte der Fortsätze von Radius (Speiche) und Ulnar (Elle) am Handgelenk, das Stylion radiale liegt auf der Daumenseite, das Stylion ulnare liegt auf der Kleinfinger­seite, es sind skelettäre Messpunkte die sich am Handgrundgelenk beidseitig als deutliche Gruben ertasten lassen.

Normenbezug: 
Die Messpunkte sind Definitionsbestandteil der Handlänge, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, DIN EN 547-3:2009-01, DIN EN ISO 3411:2007-11, DIN 5566-1:2006-09 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als Abstand von der Spitze des Mittelfingers zu einer Linie zwischen den Styloid-Fortsätzen des Handgelenks. Zudem sind sie Definitionsbestandteil der Handflächenlänge, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, als der Abstand von einer Linie zwischen den Styloid-Fortsätzen des Handgelenks zur körpernahen Furche des Mittelfingers an der Handfläche.

Stylion ulnare

Das Stylion ulnare beschreibt die beiden körperfernsten Punkte der Fortsätze von Radius (Speiche) und Ulnar (Elle) am Handgelenk, das Stylion radiale liegt auf der Daumenseite, das Stylion ulnare liegt auf der Kleinfinger­seite, es sind skelettäre Messpunkte die sich am Handgrundgelenk beidseitig als deutliche Gruben ertasten lassen.

Normenbezug: 
Die Messpunkte sind Definitionsbestandteil der Handlänge, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, DIN EN 547-3:2009-01, DIN EN ISO 3411:2007-11, DIN 5566-1:2006-09 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als Abstand von der Spitze des Mittelfingers zu einer Linie zwischen den Styloid-Fortsätzen des Handgelenks. Zudem sind sie Definitionsbestandteil der Handflächenlänge, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, als der Abstand von einer Linie zwischen den Styloid-Fortsätzen des Handgelenks zur körpernahen Furche des Mittelfingers an der Handfläche.

Styloid-Fortsätze des Handgelenks

Styloid-Fortsätze des Handgelenks beschreiben die beiden körperfernsten Punkte der Fortsätze von Radius (Speiche) und Ulnar (Elle) am Handgelenk, das Stylion radiale liegt auf der Daumenseite, das Stylion ulnare liegt auf der Kleinfinger­seite, es sind skelettäre Messpunkte die sich am Handgrundgelenk beidseitig als deutliche Gruben ertasten lassen.

Normenbezug:
Die Messpunkte sind Definitionsbestandteil der Handlänge, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, DIN EN 547-3:2009-01, DIN EN ISO 3411:2007-11, DIN 5566-1:2006-09 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als Abstand von der Spitze des Mittelfingers zu einer Linie zwischen den Styloid-Fortsätzen des Handgelenks. Zudem sind sie Definitionsbestandteil der Handflächenlänge, mit Maßen angegeben in der DIN 33402-2:2005-12, als der Abstand von einer Linie zwischen den Styloid-Fortsätzen des Handgelenks zur körpernahen Furche des Mittelfingers an der Handfläche.

tibial

zur Großzehenseite (zur Tibia) hin

Tibiale

Tibiale beschreibt auf der Beininnenseite den am weitesten rumpfnah gelegenen Punkt des Schienbeins, ein skelettärer Messpunkt, der sich bei gebeugtem Knie am Unterrand der Knie­gelenkfuge ertasten lässt.

Normenbezug:
Dieser Messpunkt ist Definitionsbestandteil der Tibialhöhe (Knie­­­ge­lenk­­­­höhe) mit Maßen angegeben in den Normen DIN 33402-2:2005-12 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als der vertikale Abstand von der Standfläche zum Tibiale.

Tragion

Tragion beschreibt den Punkt am vorderen Oberrand des Ohrdeckels, an dem dieser in die Ohr­basis übergeht, ein Weichteilmesspunkt, an der tiefsten Stelle der Einziehung zwischen Ohrdeckel und Ohraußenleiste, der für die Kopfstandardisie­rung in der Ohr-Augen-Ebene benötigt wird.

Normenbezug:
Der Messpunkt ist Definitionsbestandteil des transversalen Kopf­bogens, mit Maßen in DIN 33402-2:2005-12, als Bogen vom Tragion der einen Seite über den Scheitel zum Tragion der anderen Seite.

transversal

Körperachse rechtwinklig zur Vertikalachse von rechts nach links

ulnar

zur Kleinfingerseite (zur Ulnar) hin

ventral

zum Bauch hin, bauchseitig

Vertex

Vertex beschreibt den höchsten Punkt des Scheitels in der mittleren Ebene, ein skelettärer Messpunkt.

Normenbezug:
Der Messpunkt ist Definitionsbestandteil der Körperhöhe, die mit Maßen angegeben ist in der DIN 33402-2:2005-12, DIN EN 547-3:2009-01, DIN EN ISO 14738:2009-07, DIN EN ISO 11064-3:2000-09, DIN 5566-1:2006-09, DIN 33408-1:2008-03 und DIN EN ISO 15537:2005-03, als der vertikale Abstand von der Standfläche bis zum höchsten Punkt des Kopfes.

vertikal

Körperachse in Richtung der Körperlängsachse (bei Extremitäten longitudinal genannt)

Weichteilmaße

Weichteilmaße sind Körpermaße, die bei der Definition der Messmethodik, z.B. Bauch­umfang, keinen Knochenpunkt einbeziehen.